24.11.2020

Impfzentren: THW unterstützt Landkreise und Städte beim Aufbau

Nachdem sich in einem Pflegeheim in Oyten mehrere Personen mit dem Coronavirus infiziert hatten, wurde vor dem Gebäude eine Hygieneschleuse aufgebaut. Die THW-Kräfte transportieren den Container dafür zum Pflegebetrieb und stellten ihn auf. Foto: THW/Fabian Schaffhausen

Hannover. Es ist eine riesige Herausforderung für die Landkreise und Städte in Niedersachsen und Bremen: Innerhalb weniger Wochen sollen Impfzentren in beiden Bundesländern einsatzbereit sein. "Wenn wir gebraucht werden, sind wir da", sagt Manuel Almanzor, Landesbeauftragter des Technischen Hilfswerks (THW) Bremen, Niedersachsen. "Wir bündeln all unsere Kräfte und unterstützen die Landkreise und Städte beim Aufbau der Impfzentren."

Rund 60 Impfzentren sind für das Land Niedersachsen geplant, zwei für Bremen und Bremerhaven. Die Landkreise und kreisfreien Städte errichten und betreiben die Impfzentren. Das THW unterstützt dabei im Rahmen der Amtshilfe. "Unsere Fachberaterinnen und Fachberater gehen momentan auf die Organisatoren in den Landkreisen und Städten zu", sagt Manuel Almanzor, Landesbeauftragter des THW in Bremen, Niedersachsen. "In den Gesprächen wird geklärt, welche Aufgaben wir übernehmen werden." Die THW-Kräfte können bei der Einrichtung und Versorgung der Impfzentren helfen, denn: Die Zeit drängt. Ziel ist es, die COVID-19-Impfungen in Bremen und Niedersachsen zu starten, sobald der Impfstoff verfügbar ist.

An die Impfzentren werden auch mobile Impfteams angesiedelt. Die Impfteams sollen beispielsweise in Pflegeeinrichtungen fahren, um dort die Menschen vor Ort zu impfen. "Hier könnten wir auch logistisch unterstützen und die Teams dorthin fahren, wo sie gebraucht werden", sagt Almanzor.

Die THW-Kräfte in den beiden Bundesländern bereiten sich intensiv auf logistische Unterstützungsleistungen vor. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer stehen bereit, um Impfzentren zu errichten und mit der notwendigen Infrastruktur zu versorgen. Außerdem sind sie in der Lage, medizinische Ausstattung und weitere Materialien zu transportieren. Das THW in Bremen und Niedersachsen greift dabei aufgrund seiner flächendeckenden Struktur auf ein effizientes Logistiknetz und einen einsatzbereiten Fuhrpark in den 79 Ortsverbänden zurück.

 

Gemeinsam stark für Bremen und Niedersachsen: THW-Kräfte transportieren Proben und verteilen Schutzausrüstung

Seit März unterstützen THW-Kräfte aus Bremen und Niedersachsen die örtlichen Partner der Gefahrenabwehr beim Aufbau von Testzentren, Hygienestationen und bei der Logistik zur Verteilung von Schutzausstattung. Die THW-Einsatzkräfte in den beiden Bundesländern leisteten bislang mehr als 22.000 Dienststunden im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Der Ortsverband Aurich transportierte beispielweise ein halbes Jahr lang Proben des Landkreises von Testzentren zu Laboren. Die THW-Helferinnen und Helfer des Ortsverbandes Bremerhaven betreiben seit April für die Stadt Bremerhaven die Logistik-Drehscheibe zur Verteilung von Schutzausrüstung. Die Bremerhavener Kräfte sorgen dafür, dass die Schutzausrüstung dorthin gelangt, wo sie gebraucht wird.

 „Monatelang sind einige ehrenamtliche Einsatzkräfte von uns bereits im Einsatz. Das ist eine außergewöhnliche Herausforderung, für die ich tiefen Respekt habe“, sagt Almanzor.

Bundesweit unterstützten während der Corona-Lage bislang mehr als 9.000 THW-Helferinnen und -Helfer und leisteten dabei insgesamt rund 520.000 Dienststunden seit Februar.


  • Nachdem sich in einem Pflegeheim in Oyten mehrere Personen mit dem Coronavirus infiziert hatten, wurde vor dem Gebäude eine Hygieneschleuse aufgebaut. Die THW-Kräfte transportieren den Container dafür zum Pflegebetrieb und stellten ihn auf. Foto: THW/Fabian Schaffhausen

  • 30 THW-Einsatzkräfte des THW-Ortsverbandes Hannover/Langenhagen halfen bei der Erweiterung der Notaufnahme des Henriettenstiftes durch medizinische Versorgungszelte. Hier können alle Notfallpatienten bei Ankunft mit ausreichend Abstand zueinander gesichtet, erstversorgt und in die entsprechenden Bereiche weitergeleitet werden. Foto: THW/Pierre Graser

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